Erstes Modul der Einsatzsanitäterausbildung 2011

News

16.01.2011

Erstes Modul der Einsatzsanitäterausbildung 2011 in Oberdeggenbach

Jahresabschluss

Die Malteser in der Diözese Regensburg führen jährlich gemeinsam die Einsatzsanitäterausbildung durch. Diese umfasst 80 Stunden theoretische Ausbildung mit einem anschließendem Krankenhaus- und Rettungsdienstpraktikum. Diese Grundausbildung muss jeder Helfer durchlaufen, welcher im Sanitätsdienst und bei überörtlichen Veranstaltungen tätig werden will. Die insgesamt vier Module der theroretischen Ausbildung werden von unterschiedlichen Ortsgruppen in der Diözese gemeinsam durchgeführt.
Am vergangenen Wochenende wurde in Oberdeggenbach das erste von vier Modul durchgeführt. Zu Beginn der zweitägigen Ausbildung unterrichtete Hubert Langmantl das Basiswissen der neurologischen Notfälle, wozu die typischen neurologischen Symptome von Bewusstseinsstörungen, Kollaps, Schlaganfälle und von akuten Krampfanfällen zählen. Hierbei wurde den Teilnehmern die gezielte Untersuchungsmethoden vermittelt, wie Symptome von derartigen Notfällen erkannt werden.

Jahresabschluss
Im Anschluss erläuterte Michael Asanger die Grundlagen des rückschonenden Arbeitens im Rettungsdienste, bevor Stefan Hurzlmeier die Organisation des Rettungsdienstes erklärt. Den Teilnehmer wurde vermittelt, dass die originäre Aufgabe des Staates, den Rettungsdienst vorzuhalten an die jeweiligen Länder delegiert wurde. Bayern regelt über die entsprechenden Gesetze und Verordnungen, dass sich die Landkreise und kreisfreien Städte in Zweckverbänden mit eigener Leitstelle organisieren. Als letzter Punkt des ersten Ausbildungstages wurde das Thema Funk und Technik unterrichtet. Zuerst erlernten die Teilnehmer die Grundlagen des Funkbetriebes. Dazu zählt die gesetzliche Verankerung des BOS-Funkbetriebes, wozu auch die förmliche Verpflichtung der Helfer gehört, die Gerätetechnik sowie die praktische Durchführung des Sprechfunks. Diese wurden zuerst theoretisch besprochen, bevor der Tag mit einer Funkübung beendet wurde.

Der zweite Tag begann mit der Hygiene im Rettungsdienst. Dazu müssen die Teilnehmer wissen, welche Erreger es gibt, welche hygienischen Prinzipe herrschen und wie verschmutzte Materialien gereinigt und desinfiziert werden müssen.

Jahresabschluss
Dem schloss sich die praktische Einweisung der Helfer in den Umgang mit Rollstuhl, Tragen und Tragetuch an. Von den Teilnehmern wurde die schonende Umbettung von verletzten Personen mit potenziellen Rückenverletzungen mittels Schaufeltrage und Vakuummatratze trainiert. Nach dem Mittagessen ging Thomas Treintl auf das taktische Vorgehen im Rettungsdienst ein. Dazu zählen nicht nur der routinemäßige Einsätze sondern auch der Ablauf bei einem Massenanfall von Verletzten (MANV) sowie die Zusammenarbeit mit Feuerwehr und Polizei. Darüber hinaus vermittelte er den Teilnehmern mögliche Gefahren welche im Einsatz durch beispielsweise Gefahrstoffe auftreten können sowie die wichtigsten rechtlichen Grundlagen. Die abschließende Unterrichtseinheit hielt Franz Xaver Treintl ab. Dieser ging auf speziell auf die Betreuung von Verletzten und Kranken im Rettungs- und Sanitätsdienst ein. Er erläuterte den Anwesenden die Besonderheiten bei Dekubituspatienten oder spezielle Maßnahmen bei Kontrakturen.