Malteser beenden Hochwassereinsatz

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04.07.2013

Malteser beenden Hochwassereinsatz

Anfang Juni ist Bayern von einem der schlimsten Hochwasserkatastrophen heimgesucht worden. Die Malteser Grafentraubach / Oberdeggenbach war hierbei in den Katastrophengebieten Regensburg, Straubing und Deggendorf mit insgesamt 19 Helfern im Einsatz und leisteten dabei über 850 Einsatzstunden.

Übungstag 2012

Foto: Betreuungsstelle Straubing

 

Als nach den heftigen Regenfällen Ende Mai die Donaupegel anstiegen, wurde die Helfer der Diözese Regensburg in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. In Regensburg wurde ein Hochwasserpegel erwartet, welcher als Folge ein überspülen des mobilen Hochwasserschutzes hatte. Aus diesem Grund veranlasste die Stadt Regensburg für den Bereich der Werftstraße (unterer und oberer Wörth) an der Jugendherberge eine Betroffenensammelstelle einzurichten, wo sich die betroffenen Bürger sammeln konnten und anschließend in eine Notunterkunft gebracht wurden. Die Malteser Regensburg wurden hierbei mit dem Betrieb einer Abschnittsleitung beauftragt. Die Malteser Grafentraubach / Oberdeggenbach war hier mit vier Gruppenführern mit der Zusatzqualifikation "Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung" (UgSanEl) bis Donnerstag den 06. Juni im Einsatz.

 

Betreuung der Helfer in Straubing

Zeitgleich wurde auch in Straubing der Katastrophenfall ausgerufen. Die Malteser Straubing wurden mit der Versorgung der Helfer beauftragt. Am Montag den 3. Juni wurde von den Malteser Straubing eine Feldküche am Einsatzzentrum aufgebaut und rund um die Uhr betrieben. In Spitzenzeiten wurden von hier 450 Helfer mit Essen und Getränken versorgt. Durch die hohe Einsatzbelastung wurden die Malteser G/O angefragt ab Mittwoch die Nachtschicht zu übernehmen. An drei Tagen waren jeweils fünf Helfer aus Grafentraubach/Oberdeggenbach in Straubing im Einsatz. Zusätzlich wurde ab Freitag die Führung des Betreuungswesens durch Gliederung G/O übernommen.

Hilfeleistungskontingente in Deggendorf im Einsatz

Der in der Diözese Regensburg am schlimmsten betroffene Bereich war Deggendorf. Für die Bewältigung dieser komplexen Schadenslage wurden von der Einsatzleitung alle Betreuungs- und Transportkontingente in Bayern alarmiert, welche sich in einem 48-Stunden-Zyklus abwechselten. Die Malteser Grafentraubach / Oberdeggenbach waren hierbei mit acht Helfern beim Betreuungskontingent Oberpfalz, mit drei Helfern beim Transportkontingent Oberpfalz und mit einem Helfer beim Transportkontingent der Malteser Diözese Regensburg im Einsatz. Darüber hinaus wurde das Betreuungskontingent Oberbayern für einen Tag adhoc mit vier Helfern unterstützt.

 

Insgesamt 858 Stunden im Einsatz

Für die Gliederung Grafentraubach / Oberdeggenbach war es das erste Mal, dass die Gruppe in einem Katastrophenalarm so aktiv eingebunden war. Es zeigte sich eine hohe Motivation der Helfer und so konnten die Gruppe andere Gliederungen mit insgesamt 19 Helfern über fast drei Wochen unterstützen. Dabei wurden von den Helfern 858 Einsatzstunden absolviert, was im Schnitt 45 Stunden pro Helfer bedeutet.

 

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